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hackliste im bett
jeder hat schon mal von der hackliste im hühnerhof gehört. sie beschreibt die hierachie der hühner ums picken und f…
ohne das f-wort (zumindest nicht im direkten sinne) geht es bei meinen katzen in meinem bett zu: sie zeigt die rangliste der katzen untereinander auf. nicht jede darf zu mir ins bett. wer ja, kann aber nicht bleiben und sich hinlegen, sonder darf nur mal kurz drüberlaufen.
in der tat gibt das benutzen meines bettes die hierachie unter den katzen wider: franzy legt sich zu mir hin, nicht die ganze nacht, aber immer wieder. bramir legt sich manchmal dazu, geht aber sonst nur drüber weg. und ardelan darf nur mal drüber weg. isamira und tajana wagen sowas nicht. sie schleichen nur drum herum, und auf meine aufforderung wagt nur isamira das bett zu betreten. tajana hat totales bettverbot, was ihr sofort von den anderen klargemacht wird, sollte sie einmal auch nur eine ecke der matraze erklimmen.
ich habe damit überhaupt nichts zu tun bzw. kann so einfach nichts dagegen machen. wie gesagt, anfangs habe ich tajana aufgefordert, doch auch zu kommen. aber sobald sie neben mir lag, haben die anderen sie derart angefaucht und sind ihr danach aggressiv begegnet, das sie (und ich) es nicht mehr erneut wagten.
mein bett ist sozusagen die spiegelung des katzenhofes. das musste ich mir erstmal klar werden lassen. denn die katzen sind nicht dumm und fett und gleichgültig und liegen nur herum. sie nehmen stark an meinem leben und dem geschehen ums haus teil. und sie haben eine klar definierte struktur von benimm und verboten. dazu jagen sie jede nacht, was ich immer wieder an den federn und anderen überresten im hof sehen kann. ich will als tierliebhaber auch vögel schützen, aber werde mich nicht ins natürliche katzenverhalten, wenn es wieder zutage tritt, einmischen.
sowas habe ich mir eigentlich nicht vorgestellt. aber eine soziale gleichheit ist mit katzen, wenn sie etwas autark aufwachsen und nicht zu sehr vermenschlicht sind, nicht möglich. demokratie ist im tierreich nicht drinn. gibt mir als soziologe zu denken.
iosain, den ich vor 2 monaten aufgenommen hatte, ist plötzlich nicht mehr da. ich glaube nicht, dass er abgehauen ist bzw. von den anderen vertrieben wurde. er hatte sich gut eingelebt und ein einigermassen friedliches zusammenleben mit den anderen aufgebaut. ich glauube eher, dass ihm was passiert ist. und das bedeutet in der regel: er ist tot! ich hatte gerade angefangen, ihn zu den anderen in mein herz einzuschliessen…
ein erfreuliches ereignis: mein feigenbaum, der schon seit ein/zwei jahren früchte trägt, hat nun einigermassen grosse feigen erbracht. und sie sind sehr süss! es sind zwar noch vergleichweise wenige, aber sie schmecken ausserordentlich!




noch ein wort zu iosain, dem neuen kater aus der derb: er maunzt nachts immer mal wieder, wenn er rumstreicht, was mich allerdings nicht stört. auffallend ist, das er sich nur im haus aufhält und es höchstens kurz in der nacht über die terasse verlässt. in die derb (gasse) geht er nicht mehr gern – nur wenn ich dabei bin, da er dort doch viel mehr angst hatte, als ich vermutete. kindern haben ihn getreten, erwachsene verscheucht. auch ist er der erste, der nun wegläuft, wenn sich andere menschen nähern. nur der hunger hatte ihn immer wieder zu den menschen geführt. das muss stress pur gewesen sein und erklärt mir heute sein verhalten und das bedürfnis nach totaler ruhe. er muss oft geschlagen worden sein, da er angst vor berührung mit der hand hat. aber er beobachtet, wie ich bramir und andere streichle und füttere. dann kommt er plötzlich zu mir und streicht mit seinem kopf an mein bein oder meine hand, um mich aufzufordern, mich auch um ihn zu kümmern.
er ist sehr gelehrig und merkt sich oft nach einem mal, was er falsch gemacht hat und wie es richtig geht. dabei ist diese zeit natürlich schwierig, da ich ihm im schnelllaufverfahren sozialverhalten und gehorsamkeit beibringen muss. er weicht mir im augenblick auch etwas aus, da ich als chef ein potentieller rausschmeisser sein kann. denn ich bestrafe ihn nicht durch prügel, sondern, indem ich ihn für einen halben tag aus dem haus verweise. dabei appelliere ich an seinen wunsch, bei mir zu bleiben. in der tat lernt er sehr schnell, und ich lasse ihn auch bald wieder rein, wenn er draussen maunzt. dann ist er ganz lieb und freut sich.

















